Engel der Geschichte

Neu: Der Oktoberengel / Engel der Geschichte, 32 cm
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Neu: Verborgen / Engel der Geschichte, 20 cm
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Neu: Grün / Engel der Geschichte, 29 cm
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Neu: 27 cm
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Neu: Der gerettete Engel / 46,5 cm
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Neu: Kleine Hoffnung (2) / 24 cm
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Die Winterreise / 24,5 cm
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Atlantis steckt noch im Stein...

Vielleicht ist es meine Arbeitsweise, die Skulptur aus dem Stein zu graben, sie frei zu legen - und nicht, sie heraus zu schlagen - die mir bei meiner Arbeit dieses Gefühl gibt, Archäologin zu sein. Und möglicherweise habe ich meine Technik auch aus diesem Grunde gewählt.

 

Atlantis steckt noch im Stein, es steckt immer im Stein, denn die neue Form wächst der älteren zu.

Die überlieferte Form, über Jahrhunderte, Jahrtausende geprägt, ist die stärkere, sie gewinnt. Wir fügen etwas hinzu, sie nimmt es auf. Wir nehmen etwas weg, sie ergänzt.

 

Aus der Perspektive der reinen Form betrachtet, erscheint die Formentwicklung der Moderne als fortgesetzter Versuch, die Nabelschnur zu durchtrennen. Es galt die Verpflichtung zur Nouveauté - und also zum Bruch, zum Brechen mit vorgefundener Form. Ein Prozeß, an dessen Ende zwangsläufig ihre Zerstörung steht.

 

Meine Kunst, sie möchte auch immer erinnern.

Ich versuche, die Genese der Form in meinen Arbeiten sichtbar zu machen, sie sollen ihre Geschichte erzählen. So gab ich "Atlantis" die neue Gestalt und ließ es zu, daß die alte gewinnt: Atlantis entsteht so fast von allein. Für andere Arbeiten konnte ich andere Lösungen finden.

Diese Skulptur erinnert, zitiert in der Drehung Kunstwerke der Renaissance.

"Atlantis" war dort unterwegs - es ist mein Engel der Renaissance.

 

Ich liebe die Arbeit mit dem gnadenlos ehrlichen Stein, der für mich immer auch einer der Weisen ist - weil es für jeden Stein, für jede Skulptur ein eigenes Dasein, die ganz eigene Existenz gibt.

In jedem Stein steckt ein Stein.

 

Der Speckstein erlaubt nur die Arbeit mit einer geschlossenen Form. Sie zu brechen, verbietet sich hier von selbst, das kommt mir gelegen.

 

Die Archaik, die viele meiner Arbeiten kennzeichnet, hat ihren Urprung sicher nicht nur in dem beschriebenen Umgang mit überlieferter Form, sondern auch in der Wahl eines Materials, das wohl so alt wie die Kunst selbst ist.

 

Es gibt keine Vorlagen für meine Skulpturen, ich arbeite mit Quintessenzen. Vor allem aber arbeite ich mit dem Stein.

 

Den Stein, den hatten sie immer schon.

 

Würde es möglich sein, eine eigene Sprache, einen eigenen Ausdruck zu finden.