Leben im Stein

heidrun Feistner Skulpturen

Atelier und Ausstellung am Schloss

Coswiger Str. 22

06886 Lutherstadt Wittenberg

 

Geöffnet: 

Mittwoch und Samstag von 11 bis 19 Uhr

Freitag von 15 bis 19 Uhr

und nach Vereinbarung unter 0177 3432606

 

oder auch bei Gelegenheit...

 

Der Ruf
Der Ruf

Luthers Hochzeit vom 14. Juni - 16. Juni 2024

Atelier und Ausstellung sind an allen Tagen für Sie geöffnet.

 

Puppenspiel am 15. Juni um 11 Uhr und um 16 Uhr

Der "Märchenteppich" aus Halle ist mit einer Rotkäppchen-Aufführung zu Gast.

 

16. Juni um 14 Uhr

"Liedgut" aus Saalfeld singt Lieder zur Gitarre

 

Ich arbeite vor dem Atelier und führe Sie gern durch die Ausstellung.

Erziehung der Gefühle / Die malenden Steine / Stein / 38 cm / 2024 / Foto HF
Erziehung der Gefühle / Die malenden Steine / Stein / 38 cm / 2024 / Foto HF

Ecce homo / Stein / 23 cm / 2024 / Foto HF

Zum Leben erwecken / Für Paul Eluard / Stein / 26 cm / 2023-2024 / Fotos Olaf Mokansky

Der Knoten / Stein / 18,5 cm / 2023-24 / Ansicht von vorn, von der Seite, von hinten / Fotos Olaf Mokansky

Hoffnung / Stein / 2. Fassung / 20 cm / 2024 / Foto HF

Versunken / Die malenden Steine / Stein / 26,5 cm / 2024 / Foto HF

Alter Friede / Engel der Geschichte / Stein / 25,5 cm / 2023 / Fotos Olaf Mokansky

Marie, Fundstück vor Nidden / Für Max Pechstein / Stein / 34 cm / 2021 / Foto Olaf Mokansky
Marie, Fundstück vor Nidden / Für Max Pechstein / Stein / 34 cm / 2021 / Foto Olaf Mokansky
Der Gedanke / Die malenden Steine / Stein / 2023 / 36 cm / Foto Olaf Mokansky
Der Gedanke / Die malenden Steine / Stein / 2023 / 36 cm / Foto Olaf Mokansky
Anima mundi / Die malenden Steine / Stein / 32 cm / 2023 / Foto Olaf Mokansky
Anima mundi / Die malenden Steine / Stein / 32 cm / 2023 / Foto Olaf Mokansky

Müde / Für Gertrud Kolmar / Biografische Landschaften / Stein / 33 cm / 2021 / Fotos Olaf Mokansky

Panta rhei / Für Goethe / Die malenden Steine / Stein / 40 cm / 2021 / Fotos Olaf Mokansky

Friede / Für Wolfgang Borchert / Engel der Geschichte / Bronze / 43 cm / 2023 / nach einer Skulptur von 2019 / Fotos Olaf Mokansky

Geburt / Stein / 39 cm / 2023 / Foto Olaf Mokansky
Geburt / Stein / 39 cm / 2023 / Foto Olaf Mokansky
Ophelia / Für Inge Müller / Stein / 33 cm / 2023 / Foto Olaf Mokansky
Ophelia / Für Inge Müller / Stein / 33 cm / 2023 / Foto Olaf Mokansky
Kleiner Engel für Emil (Taufengel) / Stein / 2023
Kleiner Engel für Emil (Taufengel) / Stein / 2023
Kleiner Engel / Stein / 2023 / 12 cm / Foto HF
Kleiner Engel / Stein / 2023 / 12 cm / Foto HF
Allein / Stein / 2023 / Foto HF
Allein / Stein / 2023 / Foto HF

Rückblick auf vergangene Ausstellungen / Auswahl

Leben im Stein

Heidrun Feistner Skulpturen

Ausstellung in der Christuskirche Leverkusen

15. Oktober bis 30. November 2023

Leben im Stein

Ausstellung im Dom St. Nikolai in Greifswald 2023

30.Juli 2023 bis 11.Oktober 2023

von links:

Allein / Stein

Für Rainer Maria Rilke / Engel der Geschichte / Stein

Niemand singt / Engel der Geschichte / Stein

Fotos Heidrun Feistner

vorn: Die Engel bedenken sich / Alabaster weiß / Foto Heidrun Feistner
vorn: Die Engel bedenken sich / Alabaster weiß / Foto Heidrun Feistner

Widerstand / Für Peter Weiss / Engel der Geschichte / Stein

Die Engel bedenken sich

Skulpturen 2012 - 2022

Ausstellung im Forum Schlosskirche in Lutherstadt Wittenberg

vom 17. April bis 16. Juli 2023

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog mit einer Einführung von Dr. Paul Kaiser erschienen.

Anfragen und Information

Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek

Sekretariat

Schlossplatz 1

06886 Lutherstadt Wittenberg

Tel.: +49 34 91 50 69 200

sekretariat@rfb-wittenberg.de

Heidrun Feistner: Der Gast / Für Paul Celan / Engel der Geschichte / Stein / 34 cm / 2020 / Foto Jean Molitor
Der Gast / Für Paul Celan / Engel der Geschichte / Stein / 34 cm / 2020 / Foto Jean Molitor
Heidrun Feistner: Müde / Tired / Für Gertrud Kolmar / Biografische Landschaften / Stein / 33 cm / 2021 / Detail / Foto Berndt Püschel
Müde / Tired / Für Gertrud Kolmar / Biografische Landschaften / Stein / 33 cm / 2021 / Foto Berndt Püschel

 

 Die Müde

 

Dies Müde, Flügellose ruht auf mir

So wie ein großes, sanftes, goldnes Tier.

 

Uns trägt was schwillt: ein Trank, der überlief.

Es blickt mich an. Sein Blick ist gut und tief.

 

Es lastet schwerer und mein Atem hebt

Es nicht mehr auf. Sein Drachenmantel webt

 

Ins Düster sich. Ein Zackenkrallen spinnt,

Drum schale Milch aus einem Mohnkopf rinnt.

 

Nun darf ich nur noch eigne Lider sehn,

Die blau und grüne Pfauenräder drehn.

 

Ich habe kein Gesicht mehr. Hauch wird Stein.

Bedächtig kehrt mein Schauen in mich ein.

 

Es steigt hinab, hinab, es fällt, wird dicht.

Der Schwarzschlund sackt es ein: es wehrt sich nicht.

 

Es sinkt geballt in tauben Mauernkern.

Es ist in sich. Nur seltsam klar und fern

 

Scheint auch dies Müde, Flügellose hier,

So wie ein kleines, silbern sanftes Tier.

 

Gertrud Kolmar

  

Engel der Geschichte / Für Paul Klee / Bronzefassung / Exemplar 3/5 / Foto RFB, Markus Scholz
Engel der Geschichte / Für Paul Klee / Bronzefassung / Exemplar 3/5 / Foto RFB, Markus Scholz
Niemand singt / Engel der Geschichte / Stein / Foto RFB, Markus Scholz
Niemand singt / Engel der Geschichte / Stein / Foto RFB, Markus Scholz
Vita nova mea / Die malenden Steine / Stein / Foto RFB, Markus Scholz
Vita nova mea / Die malenden Steine / Stein / Foto RFB, Markus Scholz
Komm! Ins offene / Für Friedrich Hölderlin / Engel der Geschichte / Stein / Foto RFB, Markus Scholz
Komm! Ins offene / Für Friedrich Hölderlin / Engel der Geschichte / Stein / Foto RFB, Markus Scholz
Für Rainer Maria Rilke / Engel der Geschichte / Stein / Foto RFB, Markus Scholz
Für Rainer Maria Rilke / Engel der Geschichte / Stein / Foto RFB, Markus Scholz

 

Rainer Maria Rilke schrieb in seinem Buch über den Bildhauer Auguste Rodin von jener STILLE, die um große Dinge sei, ob diese nun groß seien oder klein.

Diese Dinge enthielten zugleich Bewegung und Gegenbewegung, sie ruhten in sich, sie schauten in sich – er sprach von einem Schauen, dem man nicht begegnen könne. Dann dieser eine Satz, wie geschrieben für mich: Seine Formen seien wie ein Anvertrautes durch seine Hände gegangen, rein und heil.

 

Ich machte meine erste Skulptur als ich 52 geworden war. Und vielleicht ist es ja so, dass ich die mir anvertrauten Formen nur rein und heil durch mein Leben tragen konnte, indem ich meine Kunst NICHT machte. Ich hätte sie verraten müssen in jenem Augenblick, in dem sie entstand,  entstehen wollte, 1976 oder 1977, ich war da gerade 17 geworden.  Zum anderen waren die mich umgebenden Prozesse und Ereignisse, ja auch meine Empfindungen zu schwierig, zu differenziert, wohl auch oft zu verzweifelt, um in genau jenen Formen ausgedrückt werden zu können, die meine werden wollten – ich brauchte für dieses schwierige Leben das Wort.

 

So sind die Formen mit mir durch die Worte gegangen, reiften, wurden zu steinstillen, von mir unbemerkten Gefährten. Die Skulpturen, die nun seit 2012 entstehen, sind unterdessen sichtbarer als das nur Geistige. Sie können anwesend sein, Zeugnis ablegen von ihren Begegnungen mit dem Leben, dem Denken, der Dichtung, der Kunst, von ihrer Begegnung mit mir. Und noch einmal Rilke: Alles ist austragen – und dann gebären. 

 

 

 

Alter Friede / Engel der Geschichte / Stein / 25,5 cm / 2023 / Foto Markus Scholz RFB
Alter Friede / Engel der Geschichte / Stein / 25,5 cm / 2023 / Foto Markus Scholz RFB
Die Engel bedenken sich / Alabaster blau / Foto Markus Scholz RFB
Die Engel bedenken sich / Alabaster blau / Foto Markus Scholz RFB
Das Menschenkind / Stein / 50 cm / Foto Markus Scholz RFB
Das Menschenkind / Stein / 50 cm / Foto Markus Scholz RFB
Jean Molitor und Heidrun Feistner: A Splendour among shadows / für Percy Bysshe Shelley / 120x120 cm / Fotografik auf Aluminium nach der Skulptur
Jean Molitor und Heidrun Feistner: A Splendour among shadows / für Percy Bysshe Shelley / 120x120 cm / Fotografik auf Aluminium nach der Skulptur
Heidrun Feistner: Der Expressionist / Für Georg Heym / Engel der Geschichte / Stein / 34 cm / 2014 / Foto Jean Molitor
Der Expressionist / Für Georg Heym / Engel der Geschichte / Stein / 34 cm / 2014 / Foto Jean Molitor

Für Georg Heym und Ernst Balcke

An der Havel

 

Sie treten rückwärts aus geteilten Schatten

Schon geht das Abendlicht geradeaus

Durch Bucht und Bäume geistern die Fregatten

Die Angler töten nicht sie ruhen aus

 

Der Fluss sei blind doch die durch Helles dringen

Verspiegelt sind die Worte unter dem Eis

Schreie vergeblich wollten wir auch singen

Aus einem Rohr von dem noch eines weiß

 

Und Gegenfarben wie im Vers gefroren

Der bricht und taucht nach einem Blick zum Grund

Wer atmet dort mit anderer Arten Ohren

Vielleicht kennt Zärtlichkeit doch einen Mund

 

Die Plastikboote wippend an den Wegen

Wogegen Enten treiben in den nahen Hafen

Und Schafen gleich die Schwäne an den Stegen 

Und kleine Hügel drehen sich zum Schlafen

 

 

Heidrun Feistner 2011

Für Paul Klee / Engel der Geschichte / Stein / 29,5 cm / 2019 / Foto Jean Molitor
Für Paul Klee / Engel der Geschichte / Stein / 29,5 cm / 2019 / Foto Jean Molitor
Heidrun Feistner: Engel der Geschichte / Für Paul Klee / Bronzefassung / Exemplar 1/5 / 29 cm / 2019 / Foto Jens Schwarz
Engel der Geschichte / Für Paul Klee / Bronzefassung / Exemplar 1/5 / 29 cm / 2019 / Foto Jens Schwarz (Detail)
Heidrun Feistner: Der große Gesang / El canto general / Bronze / Ex. 1/5 / 47 cm / Foto Jean Molitor
Der große Gesang / El canto general / Bronze / Ex. 1/5 / 47 cm / Foto Jean Molitor
Heidrun Feistner: Zu zweit / Die malenden Steine / Stein / 28 cm / Foto HF
Zu zweit / Two by two / Die malenden Steine / Stein / 28 cm / 2019 / Foto HF
Heidrun Feistner: Engel der Tiere / Bronze / Ex. 3/5 / Foto Jean Molitor
Engel der Tiere / Bronze / Ex. 3/5 / 34,5 cm / Bronzefassung ab 2015 / Foto Jean Molitor
Heidrun Feistner: Der erste Engel / Engel der Geschichte / Stein / 2020 / Foto Jean Molitor
Der erste Engel / Engel der Geschichte / Stein / 15,5 cm / 2020 / Foto Jean Molitor

Im Stillen

Ausstellung in der Stadtkirche St. Marien in Lutherstadt Wittenberg

28. November 2021 bis 24. April 2022

Heidrun Feistner: Im Stillen / Stein / 29 cm / 2020 / Foto Jean Molitor
Im Stillen / Stein / 29 cm / 2020 / Foto Jean Molitor
Niemand singt / Nobody sings / Engel der Geschichte / Stein / 37 cm / 2019 / Foto Jens Schwarz
Niemand singt / Nobody sings / Engel der Geschichte / Stein / 37 cm / 2019 / Foto Jens Schwarz
Heidrun Feistner: Mansfelder Engel / Engel der Geschichte / Stein / 23,5 cm / 2019 / Foto Jens Schwarz
Mansfelder Engel / Engel der Geschichte / Stein / 23,5 cm / 2019 / Foto Jens Schwarz
Heidrun Feistner: Die gestundete Zeit / Für Ingeborg Bachmann / Stein / 50 cm / 2020 / Foto Berndt Püschel
Die gestundete Zeit / Für Ingeborg Bachmann / Stein / 50 cm / 2020 / Foto Berndt Püschel
Die Engel bedenken sich / Vierter Engel / Alabaster weiß / Foto Jens Schwarz
Die Engel bedenken sich / Vierter Engel / Alabaster weiß / Foto Jens Schwarz
Heidrun Feistner: Marie, Fundstück vor Nidden / Für Max Pechstein / Stein / 34 cm / 2021 / Foto Jens Schwarz
Marie, Fundstück vor Nidden / Für Max Pechstein / Stein / 34 cm / 2021 / Foto Jens Schwarz
Einer trage des anderen Last / Die malenden Steine / Stein / 36 cm / 2019 / Foto Jens Schwarz
Einer trage des anderen Last / Die malenden Steine / Stein / 36 cm / 2019 / Foto Jens Schwarz

Palazzo Albrizzi - Capello

Venedig

16. Oktober bis 29. November 2020

Heidrun Feistner: Vita nova mea / Stein / 30 cm / 2019 / Foto Jean Molitor
Vita nova mea / Die malenden Steine / Stein / 30 cm / 2019 / Foto Jean Molitor

Future Landscape

BORDERS ART FAIR

In Zusammenarbeit mit Venice Events und ACIT Venice / Italienisch-Deutscher Kulturverband

Denkmal für ein Meer / Memorial to a sea / Stein / 29 cm / Foto HF
Denkmal für ein Meer / Memorial to a sea / Stein / 29 cm / Foto HF

Future Landscape

 

Die Natur holt sich den Menschen zurück. Im Bestreben, diesem „Sog“ zu entkommen, setzen einige auf die Technik als ungebrochenes Instrument jenes Fortschritts, der in der wachsenden Entfernung des Menschen von Natur vermessen wird. Andere nehmen den Weg der Umkehr zur Natur, deren Agens wir doch sind, suchen nach einem gemeinsamen Weg. 

Die Kunst vermag hier beispielhaft vorzugehen. Sie enthält die Möglichkeit der Vergeistigung des Anorganischen, der Materie, bewahrt einen Traum, den nur wir selber zu träumen vermögen: in uns träumt die Natur. Es ist der uralte Traum der Versöhnung mit ihr, die uns gewaltig, geschändet, ungezähmt gegenübersteht, mehr und mehr als Rächerin unseres eigenen Versagens vor ihr. Jener Traum wurde und wird in der Kunst gelebt als universelle Idee der Befreiung, wir nannten sie Utopie, jetzt beschreiben wir sie auf der Suche nach einem Begriff. Die Kunst, begreifen wir, kann gar nicht anders, als „utopisch“ zu sein. 

Atlantis erinnert das Untergangsszenario einer Hochkultur, gibt ihr meine Form. Wie sollte Zukunft ohne die Gegenwart der Katastrophe gedacht werden können. Diese Skulptur gehört zur Serie Engel der Geschichte, es ist eine meiner ersten Arbeiten. Wenn man sie dreht, erkennt man: sie zitiert Werke der Renaissance. Weiter sind hier Für Paul Klee, Für Friedrich Hölderlin  und Für Rainer Maria Rilke vertreten, die im letzten Jahr entstanden. Es sind dreidimensionale Zwiesprachen mit existenziellen philosophischen und literarischen Texten.

Meine Arbeiten wollen vielschichtig, mehrdeutig, wandelbar sein. Im Wechsel der Ansicht ändert sich häufig der Charakter, der Ausdruck eines Gesichts, viele Steine stecken in einem Stein. Häufig "schnitt" ich Sequenzen in die Steine hinein - hinein wie in einen Film. Was auch immer ich tat: Die Skulptur bleibt in sich geschlossen, bleibt homogen. 

El canto general formuliert den Gesang des Lebendigen, den Gesang des Lebens in organischen Formen, welche uralte Ambivalenzen der Zuneigung und der Abwehr zu transportieren vermögen. Im Denkmal für ein Meer und in den Dämmerungen, im Grunde sind beide Gedichte, wird Poesie als ein möglicher Ort des Verschmelzens von Natur, Geist, Seele erkannt. 

Der Leib des Menschen wird als Skulptur zur Landschaft, nicht nur zu ihrer Erweiterung, sie wird zur Neuschöpfung der Natur. Die Natur vollendet sich hier im Menschen, im Einklang mit ihm. Die malenden Steine (Hier dabei: Vita nova mea, Zu zweit) entstehen gemeinsam mit dem vorgefundenen Material – grundsätzlich ohne Vorzeichnung, ohne Entwurf, im freien Spiel eines gemeinsamen Eros. 

Sich durchlässig machen im Prozess des Formens, das immer auch ein Gebären ist. Es befreit die Form aus dem Stein, so arbeite ich, ich befreie so gern. Die Oiselettes gestalten ein Frauenbild: Il Bacio, ein Körpergesicht, nimmt den Geist in den Körper zurück, hebt historische Trennungen auf. Hier fehlt ja kein Kopf, der Körper ist nun seine Form. Das verrückte Grün lebt das freie, befreite Dasein in einer zum Ende der Serie geführten abstrakten Form.

 

Heidrun Feistner, Berlin 2020

 

 

 

Heidrun Feistner: Dämmerungen / Bronzefassung / Exemplar 2/3 / 36 cm / Foto Jean Molitor
Dämmerungen / Bronzefassung / Exemplar 2/3 / 36 cm / Foto Jean Molitor
Heidrun Feistner: Komm! Ins Offene / Engel der Geschichte / Angel of history / dedicated to Friedrich Hölderlin / Stein / 37 cm / 2020 / Foto Jean Molitor
Komm! Ins Offene / Engel der Geschichte / Angel of history / dedicated to Friedrich Hölderlin / Stein / 37 cm / 2020 / Foto Jean Molitor
Heidrun Feistner: Il Bacio / Der Kuss / 29 cm / Seitenansicht / Foto HF
Il Bacio / 29 cm / Seitenansicht / Foto HF
Heidrun Feistner: Il Bacio / Der Kuss / 29 cm / Seitenansicht / Foto HF
Il Bacio / 29 cm / Ansicht von vorn / Foto HF

Future Landscapes

 

Nature is reclaiming mankind. In the attempt to escape this "maelstrom", some are relying on technology as an unbroken instrument of progress that is measured by nature in the perception of humans. Others take the path to return to nature, but we are their agents, looking for a common path.

Art can be exemplary here. It has the possibility of spiritualizing the inorganic, the matter, of venturing into a dream that only we ourselves can dream: within us nature is dreaming.

It is the age-old dream of reconciliation with it, which is confronting us with tremendous, violated, untamed force, more and more as the avenger of our own failure facing it. That dream was and will be in art as a universal idea of liberation, we have called it utopia, now we are looking for a term. We understand that art cannot help but be “utopian”.

Atlantis commemorates the doom and gloom scenario of high culture, it is creating my shape. How should the future be conceived without the present of the catastrophe? This sculpture is part of the Angels of History series, it is one of my first works. If you turn it, you can see that it quotes several works from the Renaissance. Für Paul Klee, Für Friedrich Hölderlin, Für Rainer Maria Rilke, which were created last year, are also represented here. They are three-dimensional conversations with existential philosophical and literary texts.

My work wants to be multi-layered, ambiguous, alterable. A change of perspective often changes the character, the expression of a face, many stones are living in a single stone. I often "cut" sequences into the stones - like in a film. Whatever I did: the sculpture remains self-contained, remains homogeneous.

El canto general is expressing the song of the living, the song of life in organic forms, which are able to convey ancient ambivalences of affection and defense. In Memorial to a Sea and Dämmerungen, basically both poems, poetry is recognized as a possible place of the merging of nature, spirit, soul.

As a sculpture, the human body becomes a landscape, not just an extension, it becomes a new creation of nature. Nature is perfected here in man, in harmony with him. The painting stones (here: Vita nova mea, Für Friedrich Hölderlin, Two by two) are created together with found material - basically without a preliminary drawing, without a draft, in the free play of a collective eros.

Making yourself permeable in the process of sculpting, which is always also a form of giving birth. It is freeing the shape from the stone, that's how I work, I love to set free. The Oiselettes create an image of women: Il Bacio, a body face, takes the spirit back into the body, eliminating historical divisions. No head is missing here, the body is now its form. The crazy green is living the free, liberated existence in an abstract form leading to the end of the series.

 

Heidrun Feistner, Berlin 2020

 

 

Heidrun Feistner: Atlantis / Engel der Geschichte / Angel of history / Bronzefassung / Exemplar 10/15 / Foto Jean Molitor
Atlantis / Engel der Geschichte / Angel of history / Bronzefassung / Exemplar 10/15 / Foto Jean Molitor
Heidrun Feistner: Das verrückte Grün und Kleines verrücktes Grün / The crazy green and Little crazy green / Oiselettes / Stein / 27,5 und 23 cm / Foto Jean Molitor
Das verrückte Grün und Kleines verrücktes Grün / The crazy green and Little crazy green / Oiselettes / Stein / 27,5 und 23 cm / Foto Jean Molitor
Venedig Oktober 2020 / Foto HF
Venedig Oktober 2020 / Foto HF

wie sind die worte müde

heidrun feistner

Ausstellung in der Kirche Zum Vaterhaus in Berlin

Heidrun Feistner: Wie sind die Worte müde, Faltblatt zur Ausstellung
Heidrun Feistner: Wie sind die Worte müde, Faltblatt zur Ausstellung

Atlantis

Parallel zu der Ausstellung "Atlantis" im Zentrum Berlins gab es die als Gegen-Ausstellung konzipierte Ausstellung "Engel der Geschichte / Vita umbrae" am Rande der Stadt in der Galerie der Gießerei Flierl in Berlin-Weißensee. Im Anschluss wurden diese beiden Ereignisse am Leipziger Platz zusammengeführt. Eine Dokumentation dieser zweiten Ausstellung finden Sie hier.

Heidrun Feistner: Denkmal für ein Meer / Bronzefassung / Foto HF
Denkmal für ein Meer / Gegenüber dem Stein veränderte Bronzefassung / 29 cm / 2016 / Foto HF

Heidrun Feistner: Atlantis / Engel der Geschichte / Stein / 2013 und 2014 / Foto Christine Kösser

Heidrun Feistner: Erinnerung an Ägypten / Bronzefassung / Exemplar 1/5 / 29 cm / 2017 / Foto Jean Molitor
Erinnerung an Ägypten / Bronzefassung / Exemplar 1/5 / 29 cm / 2017 / Foto Jean Molitor
Heidrun Feistner: Bonjour Monsieur M. / Alabastergruppe / Foto Anna Laura Feistner
Bonjour Monsieur M. / Alabaster / 2014 / Foto Anna Laura Feistner
Heidrun Feistner: Die Überraschte / Bronzefassung / Foto Jean Molitor
Die Überraschte / Bronzefassung, 35 cm / 2017 / Foto Jean Molitor
Heidrun Feistner: Kleines Grabmal für einen unbekannten Gesang / Stein / 10 cm / 2014 / Foto HF
Kleines Grabmal für einen unbekannten Gesang / Stein / 10 cm / 2014 / Foto HF

Discovery Art Fair Frankfurt/ Main

1. bis 3. November 2019

2x2 Madrid Berlin

Madrid / Galeria juca claret

März 2019

Madrid / eka&moor art Gallery

Oktober 2018

Heidrun Feistner: Ausstellung in der Galerie Eka& Moor

Mai bis Juni 2018 berlin-friedenau

Heidrun Feistner: Das Mondgestein / Alabaster / Ausstellung in Die kleine Galerie / Foto HF
Das Mondgestein / Alabaster / 30 cm / 2017 / Foto HF
Heidrun Feistner: Belles de jour - 8 / Alabaster / Foto HF
Belle de jour - 8 / Alabaster / 2018 / 45 cm / Foto HF

Mai bis Dezember 2018 Berlin unter den linden